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Neuigkeiten von den Eifeler Kräuterwelten

Hecken- Naturschutzraum der Eifel

Neuigkeiten, Uncategorised Posted on Fri, March 19, 2021 17:52
typische Eifeler Heckenlandschaft

Gerade fegt ein eisekalter Nordostwind über die Eifellandschaft. Wie gut tut es, wenn da eine Hecke Windschutz bietet. Hier finden sich auch die ersten Frühjahrskräuter. Die Hecken schützen die Ackererde davor, fortgeweht zu werden, verändern positiv das Mikroklima im Windschatten. Durch das Brechen des Windes und den Schattenwurf kann viel Tau eingetragen werden. Das wirkt sich regional auf den Wassergehalt der Böden und sogar der Wetterbildung aus, von enormer Wichtigkeit in Zeiten des Klimawandels mit trockenen Böden .Biolandwirte schützen Hecken, umfrieden ihre Felder bewusst mit ihnen und verkleinern aus diesen Schutzgedanken ihre Anbauflächen. Für mich ist dieser Weg der Humuserhaltung die Hoffnung zur Bewahrung der Schöpfung und zur Sicherung der Ernährung für unsere Enkel!

Hecken sind Schutzräume für Insekten, Vögel, Unterschlupf für Tiere. Bspw bietet die Wildrose, Nahrung und Unterschlupf für 103 Kleinstlebewesen, für 10 Schmetterlingsarten und zahlreichen Vögel. Die Wildbiene mit einem Flugradius von nur 250m, im Gegensatz zur Honigbiene mit ca 7km, braucht diesen Lebensraum Hecke dringend mit ihren umgebenden Wiesenblumen zur Nahrung.Wir brauchen sie zur Bestäubung.

Früher gab es sogenannte Heckenschutzpfleger, meist Landwirte, die das hohe Gut der Hecke schützten. Nicht zuletzt umgab früher die Gehöfte eine Schutzhecke aus Schlehe, Weissdorn, Holunder,…wusste man doch auch um den dortigen Sitz der guten Geister, die einen im Herbst auch noch mit köstlichen Wildfrüchten beschenkten.

Ab dem 1.3. dürfen Hecken nicht beschnitten werden . Hier können zur Brutzeit Vögel ihre Nistplätze errichten. Wildtiere nutzen diese Heckenstreifen um gesichert von einem Wald zum nächsten zu gelangen oder in diesen Schutzstreifen zu leben.



Natur-Haarspülung mit Hagebutten

Neuigkeiten Posted on Sat, December 19, 2020 18:08

Kräuteridee zum 4. Advent:

Frische oder getrocknete Hagebutten in Wasser ansetzen und 20 Minuten köcheln lassen, abseihen in eine Flasche. Fertig ist die Bio-Haarspülung! Nach der Haarwäsche auf die Kopfhaut giessen, nicht ausspülen.. Durch das kühle Wasser zieht sich einmal die Kopfhaut zusammen und der Hagebuttentee neutralisiert Seife und Kalk, macht das Haar kräftig und glänzend.

Haltbarkeit des Tees: ca. 3 Tage



Wildfrüchte im Herbst

Neuigkeiten Posted on Thu, October 01, 2020 17:50

Vogelbeere, Schlehe, Weißdorn und Hagebutte -die Natur beschenkt uns dieses Jahr reichlich mit diesen herrlichen Wildfrüchten.

Herbstzeit ist oft Erkältungszeit. Die Eifeler Landfrauen wußten immer schon um die immunsteigernde Kraft der roten und lila Beeren. Sie sammelten sie für Tee, Gelee, Essigansätze, Liköre, Kuchen,….

Kinder lieben Hagebuttentee, der Müslifan schätzt den Geheimtipp des Hagebuttenpulvers als Vit C Lieferant.

Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah hier in der Eifel. Regionale, saisonale Gesundheitskost mit Wildfrüchten ist ein Geschenk.

Jede Jahreszeit hat ihre besonderen Wildkräuter, die wir genau dann brauchen. Zudem erinnert uns der Herbst mit seinen bunten Blättern an den beginnenden Rückzug der Natur.

Im Spiegelbild für uns Menschen lädt er uns ein, das Farbenfeuerwerk zu geniessen und uns auf die gemachere Gangart im Jahreskreislauf einzustimmen. Der Rhythmus der Natur, das Aufbrechen im Frühjahr und das Innehalten im Winter, zeigt uns wie es ist, im Rhythmus zu leben.



Johanniskraut – reine Lichtenergie

Neuigkeiten Posted on Tue, June 30, 2020 15:44

Das Johanniskraut scheint mit seinen gelben Blütenköpfchen das Sonnenlicht einzufangen und zu spiegeln. Dieses Jahr blüht es in der hohen Eifel sogar schon vor dem 24.6.- eine Seltenheit!

Das echte Johanniskraut zeigt sich durch seine rotfärbenden Ölzellen in Blüte und Blatt.

Besonders heilkräftig sei das Johanniskraut, wenn es an Johannis 24.6. gesammelt wird, sagen alte Mythen. In alten Sommersonnwendritualen, insbesondere am 21.6., darf das Johanniskraut nicht fehlen. Hildegard von Bingen nannte es auch das” Arnika der Nerven”. Volksheilkundlich bekannt ist es nicht nur als Tee sondern auch als Rotöl zum Einreiben von Muskeln oder sonnengeröteter Haut.

Johanniskraut macht innerlich hell, wussten schon unsere Ahnen. Als Bachblüte soll sie uns ein inneres Leuchten aus der Mitte heraus schenken und uns so Mut und Sicherheit gegenüber Unbekanntem schenken.

Ist das nicht ein wunderbares Geschenk an uns gerade in dieser Zeit des Wandels?!



Wiesenlabkraut – Das Unscheinbare

Neuigkeiten Posted on Thu, May 14, 2020 11:57

Wiesenlabkraut

Unscheinbar in der Wiese wächst das Wiesenlabkraut. Erkennbar ist es an seinen 4-kantigem Stängel und den quirligen Sitz der Blätter.

Labkraut gehört zu den Färberpflanzen, ein Rötegewächs. Mit dem roten Sud der Wurzeln wurde früher Wolle eingefärbt.

Für die Wildkräuterküche werden nur die obersten 3-5cm eines Wiesenlabkrauttriebes frisch für den Salat, Gelees, Schorle, Tee oder zum Drüberstreuen von Bratkartoffeln usw. geerntet. Sein Geschmack ist mild herb.

In der Volksheilkunde gilt die Familie der Labkräuter, dazu gehört noch das echte gelbblühende Labkraut und das allseits bekannte Klettenlabkraut, als hervorragendes körperl. Reinigungsmittel.

Gerade in dieser herausfordernden Auszeit spricht mich gerade das Unscheinbare an. Vielleicht lehrt mich diese Zeit mehr achtsam und dankbar zu sein für das kleine Glück, prall gefüllt mit kostbaren Inhaltsstoffen. Es stimmt mich jedenfalls glücklich diesen Naturschatz zu entdecken und ich freue mich sehr, es dankbaren Herzens ernten zu dürfen. Das macht für mich Lebensfreude aus.

Mich lacht dieses sanfte, wüchsige Kraut an. Ich werde mir ein heute Fußbad aus den Spitzen für meine müden Wanderfüße bereiten. Genuss pur!



Schlehenblüte in der Eifel

Neuigkeiten Posted on Mon, April 20, 2020 16:56

In der Volksheilkunde heißt es :

„Die ersten 3 Schlehenblüten  im Jahr essen, so bleibst du gesund im Jahr“.

 Das wünscht sich wohl jeder! Sie sollen immunstärkende, entzündungshemmende Stoffe enthalten.

In der Eifel haben die Schlehenhecken ihr Blütenhochzeitskleid angezogen. Ein Meer an weißen Blüten leuchtet uns entgegen. Hecken sind ein kostbares Gut. Sie schützen vor den Winden, sorgen für ein besseres Mikroklima in den dahinter liegenden Flächen wie Wiese oder Acker. Sie sind Hort und Nisthilfe für Vögel und an die 140 Insekten ( Kleinstlebewesen, Schmetterlinge,Wildbienen,…)Tiere suchen sie als dornigen Schutz zum Ruhen aus.

Unter ihnen finde ich die ersten Wildkräuter des Frühjahres, geschützt vorm Frost.

Schlehen gehören zu den Schutzhecken, mit denen man sein Haus umgab. Mythologisch betrachtet, sorgen sie für Schutz und sollen für ruhigen, beschützen Schlaf sorgen.

 Ich sammele heute Schlehenblüten. Einen Teil werde ich für Tee trocknen, die anderen zu kostbarem Gelee verarbeiten. Großen Dank an unsere wunderbare Schöpfung.



Ostergrüsse der Eifeler Kräuterwelten

Neuigkeiten Posted on Sat, April 11, 2020 16:14

Schlüsselblume

In der Eifel beginnt auf naturbelassenen Wiesen die Schlüsselblume zu blühen. Sie wird auch Himmelsschlüssel, Eierblume oder Petersschlüssel genannt.

Im leuchtendenden Gelb strahlt sie uns wie Sonnenstrahlen an. Trauer erlischt mit ihr. Gibt es ein schöneres Symbol zu Ostern als den Himmelschlüssel?

In der Mythologie wurde sie später der Hl Maria und dem HL Petrus zugeordnet, der das Tor zum Himmel verwaltet. Als ihm einmal die Himmelsschlüssel zur Erde fielen, wurden daraus leuchtend gelbe Himmelsschlüssel. An diese erinnern die Blütendolden. Früher so sagt man, färbte man mit ihnen die Ostereier.

Schlüsselblumen gehören zu den Heilpflanzen. Sie stehen aber heute unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden. Allein ihr Anblick macht uns sonnig im Gemüt



Eifeler Neunkräutersuppe zu Gründonnerstag

Neuigkeiten Posted on Thu, April 09, 2020 16:57

An Gründonnerstag war es üblich in der Eifel entweder Kartoffelbrei mit Brennnesselspinat untereinander oder auch die Eifeler Neunkräutersuppe zu kochen.

Die schier im Wachstum explodierenden Wildkräuter boten sich als wahre Kräuterschätze der heimischen, regionalen Küche an. Es war das erste frische Grün mit ihren vitalisierenden Inhaltsstoffen nach dem sich die Menschen sehnten und mit tiefer Dankbarkeit pflückten.

Die vitalisierenden Inhaltstoffe dieser Heilpflanzen, wie in der Volksheilkunde bekannt, wirken reinigend und immunstärkend auf den Körper. Sie machen fit für den Frühling und verleihen uns neuen Schwung.

Schafgarbenblättchen, Gundermann, Vogelmiere, Brennnesselspitzen, Knoblauchrauke, Giersch, Gänseblümchenköpfchen, Löwenzahn, Spitzwegerich,…werden gesammelt ,kleingehackt und einer Kartoffelsuppe zum Schluss zugefügt.

Guten Appetit



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