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Neuigkeiten von den Eifeler Kräuterwelten

Johanniskraut – reine Lichtenergie

Neuigkeiten Posted on Tue, June 30, 2020 15:44

Das Johanniskraut scheint mit seinen gelben Blütenköpfchen das Sonnenlicht einzufangen und zu spiegeln. Dieses Jahr blüht es in der hohen Eifel sogar schon vor dem 24.6.- eine Seltenheit!

Das echte Johanniskraut zeigt sich durch seine rotfärbenden Ölzellen in Blüte und Blatt.

Besonders heilkräftig sei das Johanniskraut, wenn es an Johannis 24.6. gesammelt wird, sagen alte Mythen. In alten Sommersonnwendritualen, insbesondere am 21.6., darf das Johanniskraut nicht fehlen. Hildegard von Bingen nannte es auch das” Arnika der Nerven”. Volksheilkundlich bekannt ist es nicht nur als Tee sondern auch als Rotöl zum Einreiben von Muskeln oder sonnengeröteter Haut.

Johanniskraut macht innerlich hell, wussten schon unsere Ahnen. Als Bachblüte soll sie uns ein inneres Leuchten aus der Mitte heraus schenken und uns so Mut und Sicherheit gegenüber Unbekanntem schenken.

Ist das nicht ein wunderbares Geschenk an uns gerade in dieser Zeit des Wandels?!



Wiesenlabkraut – Das Unscheinbare

Neuigkeiten Posted on Thu, May 14, 2020 11:57

Wiesenlabkraut

Unscheinbar in der Wiese wächst das Wiesenlabkraut. Erkennbar ist es an seinen 4-kantigem Stängel und den quirligen Sitz der Blätter.

Labkraut gehört zu den Färberpflanzen, ein Rötegewächs. Mit dem roten Sud der Wurzeln wurde früher Wolle eingefärbt.

Für die Wildkräuterküche werden nur die obersten 3-5cm eines Wiesenlabkrauttriebes frisch für den Salat, Gelees, Schorle, Tee oder zum Drüberstreuen von Bratkartoffeln usw. geerntet. Sein Geschmack ist mild herb.

In der Volksheilkunde gilt die Familie der Labkräuter, dazu gehört noch das echte gelbblühende Labkraut und das allseits bekannte Klettenlabkraut, als hervorragendes körperl. Reinigungsmittel.

Gerade in dieser herausfordernden Auszeit spricht mich gerade das Unscheinbare an. Vielleicht lehrt mich diese Zeit mehr achtsam und dankbar zu sein für das kleine Glück, prall gefüllt mit kostbaren Inhaltsstoffen. Es stimmt mich jedenfalls glücklich diesen Naturschatz zu entdecken und ich freue mich sehr, es dankbaren Herzens ernten zu dürfen. Das macht für mich Lebensfreude aus.

Mich lacht dieses sanfte, wüchsige Kraut an. Ich werde mir ein heute Fußbad aus den Spitzen für meine müden Wanderfüße bereiten. Genuss pur!



Gundermann – Erdheilerin

Uncategorised Posted on Sun, April 26, 2020 10:52

Gerade steht er in prächtiger Blüte in der Eifel – der Gundermann!

Der Gundermann war früher bei den Malern ein geschätztes Heilkraut. Ihnen war die ausleitende Wirkung von Schwermetallen wie Blei bekannt.

Gund steht altdeutsch für Eiter, Beule, Gift. Diese entgiftende Wirkung wurde in der Volksheilkunde immer schon genutzt, z.B. bei Wunden. Wie bei vielen Frühjahrskräutern fördert der Gundermann, wie unsere Vorfahren schon wussten, den Stoffwechsel unseres Körpers.

Gundermann schmeckt herb und aromatisch.

Nach der Blüte zeigt der Gundermann seine wuchernde Energie. Er bildet lange Ketten mit Blättern. Dabei wächst er, hält inne, bildet Würzelchen und wächst dann weiter.

Das ist auch die geistig-seelische Botschaft des Gundermanns. Altes ,eitriges lässt er in Fluss bringen. Er rhythmisiert uns, erdet und versinnbildlicht uns das Vertrauen in unser inneres Wachstum.

Mir kommt der Gedanke, ist das nicht genau das wozu uns diese Coronazeit auffordern könnte? Achtsam auf uns und unser Leben zu schauen? Innehalten, wie geht es mir, was brauche ich wirklich, um dann im Vertrauen zu wachsen und uns weiter zu entwickeln von innen heraus. Das ist eine große Chance, ein Geschenk dieser Zeit , so versuche ich es zu sehen.

Das Geschenk des Gundermann werde ich mir heute  kulinarisch in einem Kartoffelgratin mit Gundermann zu Gemüte führen



Schlehenblüte in der Eifel

Neuigkeiten Posted on Mon, April 20, 2020 16:56

In der Volksheilkunde heißt es :

„Die ersten 3 Schlehenblüten  im Jahr essen, so bleibst du gesund im Jahr“.

 Das wünscht sich wohl jeder! Sie sollen immunstärkende, entzündungshemmende Stoffe enthalten.

In der Eifel haben die Schlehenhecken ihr Blütenhochzeitskleid angezogen. Ein Meer an weißen Blüten leuchtet uns entgegen. Hecken sind ein kostbares Gut. Sie schützen vor den Winden, sorgen für ein besseres Mikroklima in den dahinter liegenden Flächen wie Wiese oder Acker. Sie sind Hort und Nisthilfe für Vögel und an die 140 Insekten ( Kleinstlebewesen, Schmetterlinge,Wildbienen,…)Tiere suchen sie als dornigen Schutz zum Ruhen aus.

Unter ihnen finde ich die ersten Wildkräuter des Frühjahres, geschützt vorm Frost.

Schlehen gehören zu den Schutzhecken, mit denen man sein Haus umgab. Mythologisch betrachtet, sorgen sie für Schutz und sollen für ruhigen, beschützen Schlaf sorgen.

 Ich sammele heute Schlehenblüten. Einen Teil werde ich für Tee trocknen, die anderen zu kostbarem Gelee verarbeiten. Großen Dank an unsere wunderbare Schöpfung.



Ostergrüsse der Eifeler Kräuterwelten

Neuigkeiten Posted on Sat, April 11, 2020 16:14

Schlüsselblume

In der Eifel beginnt auf naturbelassenen Wiesen die Schlüsselblume zu blühen. Sie wird auch Himmelsschlüssel, Eierblume oder Petersschlüssel genannt.

Im leuchtendenden Gelb strahlt sie uns wie Sonnenstrahlen an. Trauer erlischt mit ihr. Gibt es ein schöneres Symbol zu Ostern als den Himmelschlüssel?

In der Mythologie wurde sie später der Hl Maria und dem HL Petrus zugeordnet, der das Tor zum Himmel verwaltet. Als ihm einmal die Himmelsschlüssel zur Erde fielen, wurden daraus leuchtend gelbe Himmelsschlüssel. An diese erinnern die Blütendolden. Früher so sagt man, färbte man mit ihnen die Ostereier.

Schlüsselblumen gehören zu den Heilpflanzen. Sie stehen aber heute unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden. Allein ihr Anblick macht uns sonnig im Gemüt



Eifeler Neunkräutersuppe zu Gründonnerstag

Neuigkeiten Posted on Thu, April 09, 2020 16:57

An Gründonnerstag war es üblich in der Eifel entweder Kartoffelbrei mit Brennnesselspinat untereinander oder auch die Eifeler Neunkräutersuppe zu kochen.

Die schier im Wachstum explodierenden Wildkräuter boten sich als wahre Kräuterschätze der heimischen, regionalen Küche an. Es war das erste frische Grün mit ihren vitalisierenden Inhaltsstoffen nach dem sich die Menschen sehnten und mit tiefer Dankbarkeit pflückten.

Die vitalisierenden Inhaltstoffe dieser Heilpflanzen, wie in der Volksheilkunde bekannt, wirken reinigend und immunstärkend auf den Körper. Sie machen fit für den Frühling und verleihen uns neuen Schwung.

Schafgarbenblättchen, Gundermann, Vogelmiere, Brennnesselspitzen, Knoblauchrauke, Giersch, Gänseblümchenköpfchen, Löwenzahn, Spitzwegerich,…werden gesammelt ,kleingehackt und einer Kartoffelsuppe zum Schluss zugefügt.

Guten Appetit



Das strahlende Gänseblümchen

Neuigkeiten Posted on Sun, April 05, 2020 18:57

Begegne ich dem Gänseblümchen, denke ich an mein Kindsein. Was habe ich für schöne Gänseblümchenketten mit Hingabe gebastelt und meinen Kopf damit gekränzt. Ich empfand mich wie gekrönt.

Das Gänseblümchen ist sehr robust. Sooft es gemäht wird, sooft streckt es uns wieder seine Köpfchen entgegen, eben voller Widerstandskraft.

Mit dem Strahlenkranz und seiner gelben Mitte zeigt sich seine leuchtende Ausstrahlung und die Verbundenheit zur Sonne. So ist das Gänseblümchen vom Wesen her: es berührt unser inneres Kind , unsere unendliche Liebe. Das ist sein Heilanliegen.

Das Gänseblümchen nennt man auch die Arnika der Armen in der Volksheilkunde. Die Blätter wurden als Auflagen bei Quetschungen verwandt. Die Blütenköpfchen sind essbar, wie Oma schon wusste, und ein volksheilkundlich tradierter Segen für den Körper .

Heute werde ich die Blütenköpfchen als Tee geniessen und am heutigen Palmsonntag in dieser besonderen Zeit seiner strahlenden Robustheit dankbar sein. Mögen auch Sie sich vom Strahlen der Gänseblümchen berühren lassen.



Knoblauchrauke

Neuigkeiten Posted on Sun, March 29, 2020 13:55


                              Knoblauchrauke ­- belebend und reinigend

Auch wenn heute die Schneeflocken in der Eifel tanzen, der Wind bläst, so finde ich sie doch meine geschätzte Knoblauchrauke. Dort unter der schützenden Hecke  entdecke ich sie ! Zunächst wächst sie mit dunklem Laub in einer Grundrosette, später wachsen die Stängel bis 60 cm hoch und die Blätter wandeln ihre Form in eine spitz zulaufende Form und ein sattes grün.

Blätter, Blüten Stängel eignen sich als Frischkost. Und ihr Duft!!! Eindeutig Knoblauch – aber man riecht nach dem Verzehr nicht nach Knoblauch. In der Volksheilkunde wird diese Pflanze wegen ihrer Vitalstoffe und dem Senfölglycosid geschätzt als reinigend , belebend, immunstärkend.

Ich werde ihre kleinen Blättchen heute mit einem Hüttenkäse vermischen und zu Pellkartoffeln geniessen. Hmmmm -ein kulinarisches  Gedicht aus Wildkräutern. Dank an unsere Natur!



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